In einer aktuellen Pressemitteilung hat  der Landesbeauftragte für den Datenschutz und die Informationsfreiheit von Baden-Württemberg mitgeteilt, dass gegen den VfB Stuttgart 1893 AG  ein DSGVO-Bußgeld in Höhe von 300.000 EUR wegen fahrlässiger Verletzung der datenschutzrechtlichen Rechenschaftspflicht gemäß Art. 5 Abs. 2 DS-GVO verhängt worden ist.  

https://www.baden-wuerttemberg.datenschutz.de/vfb-stuttgart-bussgeld-erlassen/

Im Kern ging es darum, dass der Fußballverein zehntausende Mitgliederdaten an Dritte weitergegeben hat, um die eigene Profiabteilung voranzubringen.  

Zudem wurde gegen datenschutzrechtliche Dokumentationspflichten im Umgang mit personenbezogenen Daten verstoßen, da die E-Mail zu dem untersuchten Vorgang aus dem Jahr 2018 beim VfB nicht mehr aufzufinden war.

In der Presserklärung heißt es, dass dei Verantwortlichen des VfB Stuttgart 1893 e.V. und der VfB Stuttgart 1893 AG die Aufklärungs- und Ermittlungsmaßnahmen des Landesbeauftragten unterstützt und durch eigene Initiative gefördert sowie mit der Behörde des Landesbeauftragten umfangreich kooperiert haben.

Daher viel die Höhe des Bußgeldes vergleichsweise niedrig aus.

Der Verein hat auf seiner Webseite ebenfalls zu dem Vorgang Stellung genommen und mitgeteilt, dass es das Bußgeld akzeptiert.

https://www.vfb.de/de/vfb/aktuell/neues/club/2021/meldung-bussgeld/

Auch wenn es in diesem Fall einen Bundesligaverein betrifft zeigt es wieder einmal, dass Datenschutz auch in Vereinen sehr ernst genommen werden muss. Unsere Erfahrung zeigt leider, dass es hier noch großen Nachholbedarf gibt.