ABO Falle

Bereits mehrfach berichteten wir über die Trickanrufe des Vereins für virtuelle Dienste. Hierbei werden Gewerbetreibende oder Freiberufler durch einen Mitarbeiter des Vereins für virtuelle Dienste angerufen, mit der Behauptung, es ginge um die Homepage des Opfers und dessen Firmeneintrag bei Suchmaschinen. Charakteristisch bei diesen Anrufen ist, dass das Opfer in der Regel glaubt, mit einem Mitarbeiter von Google zu sprechen. Folge des Telefonats: Eine Rechnung des Vereins für virtuelle Dienste in einer Höhe ab 500 €. Mittlerweile beauftragt der Verein für virtuelle Dienste jedoch nur noch in den seltensten Fällen ein Inkassounternehmen zur Geltendmachung der unberechtigten Forderungen. Vielmehr ist das Unternehmen dazu übergegangen direkt einen Mahnbescheid zu beantragen und im Falle des Widerspruchs ein streitiges Verfahren durchzuführen. Wir verzeichnen derzeit mehrere Gerichtsverfahren in unserer Kanzlei, wobei das Vorgehen des Vereins für virtuelle Dienste immer gleich ist. Der Anspruchsbegründung wird eine Audio-CD beigefügt, zum Nachweis, dass ein Gespräch mit den Beklagten stattgefunden hat und diese dem Vertragsschluss zugestimmt haben. Zu bezweifeln ist, dass diese CDs tatsächlich das vollständige Gespräch zwischen den Parteien wiedergeben und hiermit der Beweis des Vertragsschlusses geführt werden kann. Uns liegen in laufenden Verfahren auch bereits erste Hinweis von Gerichten vor, nach denen der Vortrag des Vereins für virtuelle Dienste widersprüchlich und demnach nicht schlüssig ist. Da die Geltendmachung der Forderungen häufig unberechtigt erfolgt, sollten die Ansprüche mit der richtigen Strategie abgewehrt werden. Erforderlich ist jedoch eine rechtliche Überprüfung des Einzelfalls. Sollten Sie ebenfalls eine Rechnung des Vereins für virtuelle Dienste oder diesbezüglich etwa ein Inkassoschreiben, einen Mahnbescheid oder eine Kalge erhalten haben, beraten wir Sie gern! Für einen kostenlosen telefonischen Erstkontakt stehen Ihnen die Anwälte der Kanzlei Dr. Schenk gerne unter 0800 333 10 30 zur Verfügung! Oder kontaktieren Sie uns einfach per E-Mail an kanzlei@dr-schenk.net.
Die Firma GWE Wirtschaftsinformations GmbH lässt nichts unversucht Ihre vermeintlichen Forderungen durchzusetzen. Ausgangspunkt ist ein vermeintlicher Zahlungsanspruch wegen eines Brancheneintrages auf www.gewerbeauskunftszentrale.de.  

In einem von uns betreuten Fall, versuchte es die GWE Wirtschaftsinformations GmbH zunächst selbst. Im Schreiben wurden Urteile beigefügt, die bei dem Betroffenen den Eindruck vermitteln,  dass der Anspruch gerechtfertigt ist. Den Anspruch haben wir dennoch zurückgewiesen. Die GWE gab den Vorgang sodann an die Deutsche Direkt Inkasso GmbH aus Köln ab, die natürlich nicht uns, sondern den Mandanten wieder direkt anschrieb. Da auch dies nichts half kam nur wenige Wochen später ein Anwaltsschreiben von der Kanzlei für Wirtschaftsrecht, Claudia Mölleken, ebenfalls aus Köln. Nachdem unser Mandant auch nach diesem Schreiben nicht zahlte, versuchte es Frau Rechtsanwältin Mölleken erneut, diesmal mit dem einleitenden Satz. Sehr geehrte Damen und Herren, das gerichtliche Klagverfahren wird nunmehr eingeleitet. Um dem Schreiben noch mehr Gewicht  zu geben, wurden die Worte gerichtliche Klagverfahren wird eingeleitet fett gedruckt. Auch hatte man einem Klagentwurf anbei gefügt, in der eine Forderung von über 1.000 € geltend gemacht wird. Im Jahr 2013 versuchte es die GWE dann wieder selber. Anbeigefügt wurde ein neues Urteil aus 2013. Nachdem nun auch dies nichts half kommt nun in Jahr 2014 eine neue Anwaltskanzlei in Spiel.  Die M.M.S Rechtsanwalts- und Wirtschaftskanzlei, Kanzlei Köln Am Hohenstaufenring, Rechtsanwalt Michael M. Sertöz. In diesem Schreiben wird insbesondere mit Zwangsvollstreckung und Verschlechterung der Bonität bzw. Kreditwürdigkeit gedroht. Warten wir mal ab, wann das nächste Schreiben kommt.

Gerne beraten wir Sie bundesweit, wenn Sie ein Schreiben der Gewerbeauskunft-Zentrale (GWE) oder der Kanzlei M. M. S. Rechtsanwalts- und Wirtschaftskanzlei Michael Sertsöz erhalten haben. Nutzen Sie jetzt unsere kostenlose Erstberatung! Kostenlose Hotline unter 0800/3331030 oder Mail an kanzlei@dr-schenk.net

Der Verlag für virtuelle Dienste, Inhaberin Carmen Homer, versucht weiter Unternehmen zu hohen Zahlungen für die Veröffentlichung von Business Einträgen zu verleiten.

Zunächst erhält das Opfer – in der Regel ein Gewerbebetreibender oder Freiberufler –  einen Anruf. Hier wird behauptet, es ginge um dessen Firmeneintrag bei Suchmaschinen, genauer gesagt bei google. Das Opfer gewinnt hier den Eindruck, es werde von Google selbst kontaktiert. Dass zu dem Anrufer bisher keinerlei Geschäftsbeziehungen bestanden, wird nicht sofort klar. Das Opfer wird dann überredet, dass sein google Ranking stark verbessert werden könne, wenn er einen kostenpflichtigen Eintrag vornimmt. Dass der neue Eintrag kostenpflichtig ist, wird aber nur auf konkrete Nachfrage mitgeteilt.

Es erfolgt dann später ein weiterer Anruf, in welchem das Opfer seine Daten nochmals bestätigen soll.  Einige Tage nach diesem Telefonat erfolgt sodann eine Rechnung in deren Überschrift es heißt „firmendeals powered by Verlag für virtuelle Dienste“. Gefordert wird ein Betrag in Höhe von 535,50 € für die „Veröffentlichung Business Eintrag auf firmendeals.de / com“  für ein Jahr. Wenn man innerhalb von 5 Wertgagen zahlt, erhält man 10 % „Rabatt“.

Nach unserer Auffassung sind die Forderungen regelmäßig unberechtigt und sollte mit der richtigen Strategie abgewehrt werden. Ein „Aussitzen“ dieser Rechnung scheint relativ erfolglos zu sein, da die Inhaberin Carmen Homer bei ausbleibender Zahlung auch nicht davor zurück schreckt zur Eintreibung der Forderungen ein Inkassounternehmen zu beauftragen und bei weiterer Erfolglosigkeit einen gerichtlichen Mahnbescheid zu beantragen.

Sollten Sie ebenfalls eine Rechnung des Vereins für virtuelle Dienste oder diesbezüglich etwa ein Inkassoschreiben oder einen Mahnbescheid erhalten haben, beraten und vertreten wir Sie gern! Für einen kostenlosen telefonischen Erstkontakt stehen Ihnen die Anwälte der Kanzlei Dr. Schenk gerne unter 0800 333 10 30 zur Verfügung! Oder kontaktieren Sie uns einfach per E-Mail an kanzlei@dr-schenk.net.

Das Verwaltungsgericht Köln hat mit Beschluss vom 10.02.2014, Az.: 1 L 1262/13, die Löschung der Registrierung eines Inkassobüros veranlasst, womit die weitere Tätigkeit des Unternehmens auf diesem Gebiet unterbunden wird.

Das Inkassounternehmen trieb u.a. die Forderungen einer Düsseldorfer Firma ein, die im Internet den Auskunftsdienst „Gewerbeauskunft-Zentrale.de“ betrieb. Das Vorgehen dieser Firma war im Internet im Rahmen diverser Seiten und Foren bereits als „Abzocke“ gebrandmarkt und bereits Gegenstand zahlreicher Rundfunksendungen und Presseberichten.

Das OLG Köln hatte dem Inkassounternehmen bereits im Juni 2013 Auflagen zu seinem Auftreten gegenüber den Kunden der Düsseldorfer Firma erteilt, welche verbindlich zu beachten waren und beschränkende Wirkung hatten (VG Köln 1 K 129/13).

Aus Sicht des OLG hatte das Unternehmen seine Geschäftspraktiken jedoch nicht in dem gebotenen Umfang geändert, so dass ihm im Rahmen des einstweiligen Rechtsschutzes nunmehr durch das VG Köln die Eintragung in das Rechtsdienstleistungsregister entzogen wurden. Da das Unternehmen dauerhaft unqualifizierte Rechtsdienstleistungen erbracht hat und weiterhin beharrlich gegen die Auflagen verstieß, war der Präsident des Oberlandesgerichts wegen der Gewichtigkeit der Verstöße berechtigt die Registrierung mit sofortiger Wirkung zu entziehen.