Das Landgericht Detmold hob mit Urteil vom 08.03.2016, Az.: 6 O 4/16, eine zunächst erlassene einstweilige Verfügung wegen eines wettbewerbsrechtlichen Unterlassungsanspruch auf. Im zugrunde liegenden Fall vertreibt die Beklagte Uhren in gehobener Preisklasse über einen Onlineshop. Mit einer im Dezember 2015 geschalteten Verkaufsanzeige bot die Beklagte eine Uhr mit der Werbeaussage „ Garantie: 1 Jahr“ an, ohne hierbei die Verbraucher darauf hinzuweisen, dass ihre gesetzlichen Rechte durch die Garantie nicht eingeschränkt werden und ohne den Inhalt der Garantie und die Voraussetzung deren Geltendmachung anzuführen. Hierin sah der Kläger Herr Lehmann, vertreten durch RA Sandhage aus Berlin, einen Verstoß gegen Art. 246a § 1 Abs. 1 Nr. 9, § 4 EGBGB und mahnte die Beklagte mit anwaltlichem Schreiben vom 17.12.2015 ab. Die Beklagte wies die in der Abmahnung geforderte Abgabe einer Unterlassungserklärung zunächst zurück und forderte vom Kläger bzw. dessen Verfahrensbevollmächtigten hingegen zunächst den Nachweis, dass der Kläger tatsächlich auch existiert und als aktiver Mitbewerber zur Beklagten in einem konkreten Wettbewerbsverhältnis steht. Die Klägerseite beantragte daraufhin eine einstweilige Verfügung beim Landgericht Detmold, welche zunächst erlassen wurde. Die Beklagte erhob hiergegen Widerspruch und begründete diesen mit der fehlenden Eigenschaft des Klägers als aktiver Mitbewerber. Der Verfügungskläger habe, so die Beklagte, kein Gewerbe angemeldet. Auch die vom Kläger angegebene Internetadresse, auf der er ebenfalls Uhren veräußern soll und somit im aktiven Wettbewerb zur Beklagten steht, sei nicht auf den Kläger registriert. Auch sei der angegebene Onlineshop des Klägers über Google nicht zu erreichen. Die Beklagte ist der Ansicht der angebliche Uhrenhandel des Klägers sei nur Fassade, um eine Abmahnfähigkeit entfalten zu können, so dass die einstweilige Verfügung aufzuheben sei. Mit oben genannten Urteil gab das LG Detmold der Beklagten Recht und hob die einstweilige Verfügung auf. Das Gericht führte hierzu aus, dass der Kläger nicht glaubhaft gemacht hat unter der angegebenen Internetadresse einen Onlineshop zu betreiben. Aus einem von der Beklagte vorgelegten Ausdruck einer Anfrage auf der Internetseite www.whois.domaintools.com ist ersichtlich, dass die vom Kläger benannte Internetadresse des Onlineshops erst seit dem 09.12.2015 existiert. Angegeben hatte der Beklagte aber, den Onlineshop bereits seit Oktober 2015 zu betreiben. Ebenso wenig hat der Kläger ausreichend glaubhaft gemacht, dass die Internetadresse tatsächlich auf ihn registriert ist. Auch ist nicht nachgewiesen, dass durch den Kläger ein Gewerbe angemeldet wurde. Insgesamt war für das Gericht daher nicht glaubhaft gemacht, dass der Kläger Mitbewerber des Beklagten ist.