Unsere Mandantin konnte sich erfolgreich gegen einen Zahlungsanspruch der Frau Katrin Sandhage zur Wehr setzen. Frau Katrin Sandhage hatte unsere Mandantin seinerzeit im Jahr 2012 wegen einer Spam Mail abgemahnt. Vertreten wurde Sie durch die „Rechtsanwälte Sandhage“. Die Kanzlei besteht nach unserer Kenntnis aus Herrn Rechtsanwalt Gereon Sandhage und Frau Rechtsanwältin Karin Sandhage.  Nach Auffassung der Frau  Sandhage (identisch mit Frau Rechtsanwältin Sandhage) läge in dem Zusenden der besagten E-Mail ein relevanter und rechtswidriger Eingriff in das allgemeine Persönlichkeitsrecht. Unsere Mandantin teilte uns seinerzeit mit, dass die E-Mail deshalb versendet wurde, da sich jemand mit dieser Mailadresse zum Newsletter angemeldet hatte. Leider hat unsere Mandantin kein „Double opt in“ Verfahren verwendet, so dass vorsorglich eine Unterlassungserklärung abgegeben wurde. Soweit so gut.  Da sich unsere Mandantin im Weiteren weigerte die Rechtsanwaltskosten zu bezahlen reichten die Rechtsanwälte Sandhage über ein Jahr später Klage auf Zahlung der Rechtsanwaltskosten ein. Die Verteidigung hatte Erfolg und zwar weil aus der Anlage zur Klage hervorging, dass nicht Frau Katrin Sandhage Empfänger der E-Mail war, sondern Herr Geeon Sandhage. Ein Hinweis des Gerichts diesbezüglich blieb ohne weitern Vortrag, so das die Klage abgewiesen wurde.  Der Anspruch war allerdings auch unabhängig hiervon äußerst zweifelhaft, da Frau Sandhage über die erforderliche Sachkunde verfügen müsste und somit die Einschaltung eines Rechtsanwalt nicht erforderlich war, vgl. BGH, Urteil vom 06.05.2004, Az.: I ZR 2/03 – „Selbstauftrag“).

Was Hintergrund dieser ominösen Abmahnung war kann nur vermutet werden.